📖 Balladen – Merkmale, Wirkung und Beispiele
1. Definition
Eine Ballade ist ein erzählendes Gedicht, das eine dramatische Handlung schildert.
Balladen verbinden Elemente von Gedicht und Handlung und sind oft spannend, traurig oder lehrreich.
2. Merkmale von Balladen
- Sie erzählen eine Geschichte, häufig mit Konflikt und Wendung.
- Die Sprache ist bildhaft und emotional.
- Reime und Metrum unterstützen die Dramatik.
- Oft wird ein wichtiges Ereignis oder eine Moral vermittelt.
3. Bekannte Balladenformen
| Merkmal | Beispiel | Beschreibung / Wirkung |
|---|---|---|
| Historische Ballade | Die Kraniche des Ibykus | Bezieht sich auf reale Ereignisse oder Figuren. Vermittelt Werte wie Treue, Mut oder Gerechtigkeit. |
| Naturballade | Erlkönig | Nutzen die Natur als dramatischen Hintergrund. Spannend und emotional. |
| Märchenhafte Ballade | John Maynard | Erzählt fantastische oder heroische Geschichten. Leicht merkbar und eindrucksvoll. |
4. Weitere Beispiele aus Balladen
- Die Fischerin – Joseph von Eichendorff
- Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland – Theodor Fontane
- Der Totentanz – Heinrich Heine
- Belsazar – Heinrich Heine
- Der Taucher – Friedrich Schiller
- Die Bürgschaft – Friedrich Schiller
- Die Goldgräber
- Der Knabe im Moor – Annette von Droste‑Hülshoff
- Nis Randers – Theodor Storm
- Der Handschuh – Friedrich Schiller
- Der Zauberlehrling – Johann Wolfgang von Goethe
5. Wirkung von Balladen
- Sie fesseln durch erzählerische Spannung.
- Sie wecken Emotionen beim Leser.
- Sie veranschaulichen Konflikte und moralische Werte.
- Sie verbinden Sprache, Rhythmus und Geschichte auf besondere Weise.
6. Zusammenfassung
Balladen sind erzählende Gedichte mit dramatischer Handlung und emotionaler Sprache.
Sie verbinden Geschichte, Rhythmus und Reime und vermitteln Spannung, Gefühle und oft eine Moral.
Wer Balladen versteht, kann Gedichte leichter analysieren – eine wichtige Grundlage jeder Gedichtanalyse.