Der Bericht – einfach erklärt
Der Bericht ist eine der wichtigsten Textsorten im Deutschunterricht. Er begegnet Schülerinnen und Schülern in Klassenarbeiten, Tests und Prüfungen. Ziel eines Berichts ist es, sachlich, verständlich und wahrheitsgemäß über ein Ereignis zu informieren. In diesem Text erfährst du ausführlich, was ein Bericht ist, wie er aufgebaut ist, welche sprachlichen Merkmale typisch sind und wie man einen guten Bericht schreibt.
1. Was ist ein Bericht?
Ein Bericht ist ein sachlicher Text, der über ein reales Ereignis informiert. Dabei geht es nicht um Meinungen oder Gefühle, sondern um überprüfbare Fakten. Der Leser soll genau verstehen, was passiert ist.
Typische Berichte handeln zum Beispiel von:
- 1.1 Unfällen
- 1.2 Sportveranstaltungen
- 1.3 Schulereignissen
- 1.4 Beobachtungen oder Vorfällen
2. Ziel eines Berichts
Das Ziel eines Berichts ist es, den Leser sachlich und vollständig zu informieren. Der Leser soll sich nach dem Lesen ein klares Bild vom Geschehen machen können.
Wichtig ist dabei:
- 2.1 Wahrheitstreue
- 2.2 Sachlichkeit
- 2.3 Verständlichkeit
- 2.4 Übersichtlichkeit
3. Die W-Fragen
Ein Bericht orientiert sich an den sogenannten W-Fragen. Sie helfen dabei, alle wichtigen Informationen zu erfassen.
- 3.1 Wer?
- 3.2 Was?
- 3.3 Wann?
- 3.4 Wo?
- 3.5 Wie?
- 3.6 Warum?
Je genauer diese Fragen beantwortet werden, desto besser ist der Bericht.
4. Aufbau eines Berichts
Ein Bericht folgt einem klaren und festen Aufbau. Dieser hilft dem Leser, sich schnell zu orientieren.
4.1 Überschrift
Die Überschrift fasst das Ereignis kurz und präzise zusammen.
4.2 Einleitung
In der Einleitung werden die wichtigsten W-Fragen knapp beantwortet.
4.3 Hauptteil
Im Hauptteil wird das Geschehen chronologisch und detailliert geschildert.
4.4 Schluss
Der Schluss informiert über Folgen oder den aktuellen Stand.
5. Zeitform im Bericht
Ein Bericht wird meistens im Präteritum geschrieben. Diese Zeitform eignet sich besonders gut für sachliche Darstellungen.
Beispiele:
- 5.1 „Der Unfall ereignete sich am Morgen.“
- 5.2 „Die Polizei sperrte die Straße.“
6. Sprache und Stil
Die Sprache eines Berichts ist sachlich und neutral. Gefühle, Bewertungen und Übertreibungen haben hier keinen Platz.
- 6.1 keine Umgangssprache
- 6.2 keine Ich-Form
- 6.3 klare und verständliche Sätze
- 6.4 Fachbegriffe nur, wenn nötig
7. Was gehört nicht in einen Bericht?
Viele Fehler entstehen dadurch, dass der Bericht mit anderen Textsorten verwechselt wird.
- 7.1 eigene Meinung
- 7.2 Vermutungen
- 7.3 wörtliche Rede (meist)
- 7.4 spannende Ausschmückungen
8. Beispiel für einen kurzen Bericht
Am Montagnachmittag ereignete sich auf dem Schulhof der Mustergrundschule ein Unfall. Gegen 14:30 Uhr stürzte ein Schüler der vierten Klasse beim Fußballspielen und verletzte sich am Arm. Lehrer leisteten sofort Erste Hilfe und informierten die Eltern. Der Schüler wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht.
9. Typische Fehler beim Berichteschreiben
- 9.1 fehlende W-Fragen
- 9.2 falsche Zeitform
- 9.3 zu viele Nebensätze
- 9.4 persönliche Wertungen
10. Bericht und Erzählung – der Unterschied
Ein Bericht informiert sachlich, eine Erzählung unterhält. Während eine Erzählung Gefühle und Spannung nutzt, bleibt der Bericht nüchtern und neutral.
11. Bedeutung des Berichts im Schulalltag
Der Bericht ist eine grundlegende Textsorte, da er Schülerinnen und Schüler auf journalistisches Schreiben vorbereitet und die Fähigkeit fördert, Informationen strukturiert darzustellen.
12. Typische Prüfungsaufgaben
- 12.1 Schreibe einen Bericht zu einem Unfall.
- 12.2 Überarbeite einen fehlerhaften Bericht.
- 12.3 Markiere die W-Fragen im Text.
13. Zusammenfassung
Der Bericht ist ein sachlicher Informationstext mit festem Aufbau und klaren Regeln. Wer die W-Fragen beachtet, sachlich schreibt und die richtige Zeitform nutzt, kann einen gelungenen Bericht verfassen. Diese Textsorte ist ein wichtiger Bestandteil des Deutschunterrichts und des späteren Alltags.