Subjekt – Prädikat – Objekt einfach erklärt
Subjekt, Prädikat und Objekt gehören zu den wichtigsten Grundlagen der deutschen Grammatik. Ohne sie lässt sich ein Satz weder richtig verstehen noch korrekt analysieren. Im Deutschunterricht begegnen Schülerinnen und Schüler diesen Begriffen bereits in der Grundschule, doch auch in höheren Klassen spielen sie eine zentrale Rolle. Dieser Text erklärt ausführlich und verständlich, was Subjekt, Prädikat und Objekt sind, wie man sie erkennt und warum sie so wichtig sind.
1. Was sind Satzglieder?
Subjekt, Prädikat und Objekt sind sogenannte Satzglieder. Satzglieder sind einzelne Bestandteile eines Satzes, die eine bestimmte Aufgabe erfüllen.
- 1.1 Satzglieder können verschoben werden
- 1.2 Satzglieder beantworten bestimmte Fragen
- 1.3 Satzglieder haben eine feste Funktion im Satz
2. Überblick: Subjekt – Prädikat – Objekt
Ein vollständiger deutscher Satz besteht in der Regel aus mindestens einem Subjekt und einem Prädikat. Häufig kommt zusätzlich ein Objekt hinzu.
- 2.1 Subjekt: Wer oder was?
- 2.2 Prädikat: Was geschieht?
- 2.3 Objekt: Wen, was, wem oder wessen?
3. Das Subjekt
Das Subjekt ist der Satzgegenstand. Es gibt an, wer oder was etwas tut oder über wen oder was etwas ausgesagt wird.
3.1 Frageprobe für das Subjekt
Nach dem Subjekt fragt man mit:
- 3.1.1 Wer?
- 3.1.2 Was?
Beispiel:
Der Hund schläft.
→ Wer schläft? Der Hund.
3.2 Form des Subjekts
Das Subjekt steht immer im Nominativ (1. Fall).
- 3.2.1 Nomen oder Nominalgruppe
- 3.2.2 Pronomen
- 3.2.3 seltener ein ganzer Infinitiv
4. Das Prädikat
Das Prädikat ist der wichtigste Bestandteil eines Satzes. Es besteht immer aus einem Verb und gibt an, was geschieht oder was jemand tut.
4.1 Merkmale des Prädikats
- 4.1.1 besteht aus einem Verb
- 4.1.2 passt sich dem Subjekt an (Kongruenz)
- 4.1.3 bestimmt die Zeitform des Satzes
4.2 Einteiliges Prädikat
Ein einfaches Prädikat besteht aus nur einem Verb.
Beispiel:
Der Junge lacht.
4.3 Mehrteiliges Prädikat
Ein Prädikat kann auch aus mehreren Teilen bestehen.
- 4.3.1 zusammengesetzte Zeitformen
- 4.3.2 trennbare Verben
- 4.3.3 Modalverben
Beispiel:
Der Junge hat gelacht.
5. Das Objekt
Objekte ergänzen das Prädikat und sind häufig notwendig, damit ein Satz vollständig ist.
5.1 Objektfragen
- 5.1.1 Wen oder was? → Akkusativobjekt
- 5.1.2 Wem? → Dativobjekt
- 5.1.3 Wessen? → Genitivobjekt
6. Akkusativobjekt
Das Akkusativobjekt steht im 4. Fall.
Beispiel:
Der Schüler liest das Buch.
→ Wen oder was liest der Schüler? Das Buch.
7. Dativobjekt
Das Dativobjekt steht im 3. Fall.
Beispiel:
Die Lehrerin hilft dem Kind.
→ Wem hilft die Lehrerin? Dem Kind.
8. Genitivobjekt
Das Genitivobjekt ist seltener und steht im 2. Fall.
Beispiel:
Er gedenkt des Opfers.
9. Mehrere Objekte in einem Satz
Ein Satz kann mehrere Objekte enthalten.
Beispiel:
Der Vater schenkt dem Kind ein Buch.
- 9.1 dem Kind → Dativobjekt
- 9.2 ein Buch → Akkusativobjekt
10. Zusammenspiel von Subjekt und Prädikat
Subjekt und Prädikat müssen in Person und Zahl übereinstimmen.
- 10.1 Singular ↔ Singular
- 10.2 Plural ↔ Plural
11. Satzumstellung und Satzglieder
Satzglieder können im Satz verschoben werden, ohne dass der Satz seine Bedeutung verliert.
Beispiel:
Der Schüler liest das Buch.
Das Buch liest der Schüler.
12. Abgrenzung zu adverbialen Bestimmungen
Nicht jede Ergänzung ist ein Objekt. Angaben zu Zeit, Ort oder Grund sind adverbiale Bestimmungen.
13. Typische Fehler
- 13.1 Verwechslung von Objekt und adverbialer Bestimmung
- 13.2 falsche Frageprobe
- 13.3 Übersehen des mehrteiligen Prädikats
14. Bedeutung für Klassenarbeiten
Aufgaben zu Subjekt, Prädikat und Objekt gehören zu den häufigsten Grammatikaufgaben.
- 14.1 Satzglieder bestimmen
- 14.2 Sätze umstellen
- 14.3 eigene Sätze bilden
15. Lerntipps
- 15.1 immer zuerst das Prädikat suchen
- 15.2 danach die Frage nach dem Subjekt stellen
- 15.3 anschließend nach Objekten fragen
16. Zusammenfassung
Subjekt, Prädikat und Objekt sind die Grundbausteine eines Satzes. Das Subjekt gibt an, wer oder was handelt, das Prädikat beschreibt die Handlung und das Objekt ergänzt diese Handlung. Wer diese Satzglieder sicher erkennt, verbessert nicht nur seine Grammatikkenntnisse, sondern auch sein Textverständnis und seine Ausdrucksfähigkeit.